Nofollow (rel=
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Nofollow (rel="nofollow")

19. Februar 2026 · 10 Min. Lesezeit

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Das Nofollow-Attribut (rel="nofollow") ist ein HTML-Attribut für Links, das Suchmaschinen signalisiert, einem Link nicht zu folgen und keine Linkkraft (PageRank) weiterzugeben.

Was ist Nofollow?

Nofollow wurde 2005 von Google eingeführt, um Kommentar-Spam in Blogs zu bekämpfen. Das Attribut wird einem Link hinzugefügt: <a href="url" rel="nofollow">. Damit signalisiert der Website-Betreiber, dass er für diesen Link keine Empfehlung ausspricht.

Seit 2019 behandelt Google Nofollow als "Hinweis" (hint), nicht mehr als strikte Anweisung. Das bedeutet, Google kann den Link trotzdem crawlen und bei der Bewertung berücksichtigen. Zusätzlich wurden die Attribute rel="sponsored" (für bezahlte Links) und rel="ugc" (für User Generated Content) eingeführt.

Wann sollte Nofollow verwendet werden?

Nofollow ist sinnvoll bei: bezahlten Links und Werbung (Google-Richtlinien erfordern die Kennzeichnung), Links in Kommentaren und Foren (User Generated Content), Links zu nicht vertrauenswürdigen Seiten und Affiliate-Links.

Nicht verwenden sollten Sie Nofollow für interne Links Ihrer eigenen Website — das würde die interne Linkkraft blockieren. Auch für natürliche, redaktionelle Links zu hochwertigen externen Quellen ist Nofollow unnötig. Beim Aufbau von Backlinks sind Dofollow-Links wertvoller, aber ein natürliches Linkprofil enthält immer auch Nofollow-Links.

Welchen Einfluss hat Nofollow auf SEO?

Dofollow-Links übertragen Linkkraft und stärken die Domain Authority der verlinkten Seite. Nofollow-Links geben diese Linkkraft offiziell nicht weiter. Dennoch können auch Nofollow-Links wertvoll sein: Sie bringen direkten Traffic, erhöhen die Markenbekanntheit und sorgen für ein natürliches Linkprofil.

Ein gesundes Backlink-Profil besteht aus einer Mischung von Dofollow- und Nofollow-Links. Wenn eine Website ausschließlich Dofollow-Links hat, kann das für Google unnatürlich wirken.

Wann sollte man Nofollow verwenden?

Das Nofollow-Attribut ist in mehreren Situationen sinnvoll. Bei bezahlten Links (Werbung, Sponsoring, Affiliate-Links) ist es sogar Pflicht nach den Google-Richtlinien. Wer für einen Link bezahlt und kein Nofollow setzt, riskiert eine manuelle Abstrafung für Linkmanipulation.

User-Generated Content wie Kommentare, Forenbeiträge oder Gästebucheinträge sollten ebenfalls Nofollow erhalten. Der Grund: Sie haben keine Kontrolle über die verlinkten Ziele und könnten unwissentlich auf Spam- oder Malware-Seiten verlinken. WordPress setzt Nofollow in Kommentaren automatisch.

Auch bei Links zu Seiten, für die Sie nicht bürgen möchten (z.B. Wettbewerber, unsichere Quellen), kann Nofollow sinnvoll sein. Bei internen Links sollten Sie Nofollow hingegen vermeiden — das schadet Ihrer eigenen SEO.

Nofollow, Sponsored und UGC — die Varianten

Seit September 2019 hat Google neben rel="nofollow" zwei weitere Attribute eingeführt, die präzisere Signale geben:

AttributVerwendungBeispiel
rel="nofollow"Allgemein — kein PageRank weitergebenLinks zu unbekannten Quellen
rel="sponsored"Bezahlte und gesponserte LinksWerbebanner, Affiliate-Links
rel="ugc"User Generated ContentBlog-Kommentare, Forenbeiträge

Wichtig: Seit 2019 behandelt Google Nofollow als Hinweis (Hint), nicht mehr als strikte Anweisung. Google kann sich also dafür entscheiden, einen Nofollow-Link trotzdem zu crawlen und zu berücksichtigen. Für die Praxis ändert das wenig — setzen Sie die Attribute weiterhin korrekt ein.

Nofollow im Linkprofil — was ist normal?

Ein natürliches Backlink-Profil enthält sowohl Dofollow- als auch Nofollow-Links. Ein Verhältnis von etwa 70-80 % Dofollow zu 20-30 % Nofollow gilt als gesund. Ein Profil mit ausschließlich Dofollow-Links kann verdächtig wirken, da große Plattformen wie Wikipedia, Social Media und Foren standardmäßig Nofollow setzen.

Nofollow-Links von starken Domains wie Wikipedia, Reddit oder großen Nachrichtenportalen haben trotz des Attributs einen indirekten SEO-Wert: Sie bringen Traffic, erhöhen die Markenbekanntheit und signalisieren Google, dass Ihr Unternehmen im Netz präsent und relevant ist.

Tools wie Ahrefs, Sistrix oder die Google Search Console zeigen Ihnen das Verhältnis von Dofollow zu Nofollow in Ihrem Linkprofil. Überprüfen Sie regelmäßig, ob wertvolle Links fälschlicherweise auf Nofollow gesetzt sind — in solchen Fällen lohnt sich eine Kontaktaufnahme mit dem Webmaster.

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Häufige Fragen

Nein, Nofollow-Links haben durchaus Wert. Sie bringen direkten Traffic, steigern die Markenbekanntheit und sorgen für ein natürliches Linkprofil. Seit 2019 kann Google Nofollow-Links auch bei der Ranking-Bewertung berücksichtigen.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie 'Element untersuchen'. Suchen Sie im HTML nach rel='nofollow'. Browser-Erweiterungen wie 'NoFollow Simple' markieren Nofollow-Links automatisch farbig.

Nofollow ist das allgemeine Attribut für nicht empfohlene Links. Sponsored kennzeichnet bezahlte Links und Werbung. UGC (User Generated Content) markiert Links aus Nutzerinhalten wie Kommentaren und Forenbeiträgen.

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Felix Wilhelm

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